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Über 7’500fache Solidarität für verfolgte Christen in Berg-Karabach

MEDIENMITTEILUNG

 

EDU reicht Online-Petition ein

 

Um ihre Solidarität mit den verfolgten armenischen Christen in Berg-Karabach auszudrücken und konkrete politische Unterstützung seitens der Schweiz anzuregen, lancierte die EDU Schweiz am 16. Oktober 2020 eine Petition. Innerhalb von einem Monat sind hierfür über 7'500 Unterschriften eingegangen (mehr als 6'600 davon online und rund 950 per Post). Verbunden mit der dringlichen Aufforderung, umgehend zu handeln, werden die gesammelten Unterschriften nun der Bundeskanzlei per Einschreiben auf dem Postweg zugestellt.

Trotz eines zwischenzeitlich vereinbarten internationalen Abkommens, das unter anderem den Einsatz von Friedenssoldaten vorsieht, ist die Lage noch immer ernst. Die armenischen Christen fühlen sich in der eigenen Heimat bedroht und blicken weiterhin ungewiss in die Zukunft. Die Forderungen der EDU-Petition «Zukunft für verfolgte Christen in Berg-Karabach!» sind deshalb nach wie vor aktuell: Gerade in der jetzigen Zeit der Ungewissheit könnte die neutrale Schweiz eine friedens- und existenzsichernde Vermittler-Rolle einnehmen.

Auch wenn das hoch gesteckte Ziel von 10'000 Unterschriften im derzeit schwierigen «Corona-Umfeld» nicht erreicht werden konnte, zeigt sich die EDU Schweiz mit der erreichten Unterschriftenzahl von über 7'500 zufrieden. «Bedanken möchten wir uns für die grossartige Unterstützung der armenischen Gemeinde in der Schweiz, deren Angehörige sehr viele Unterschriften gesammelt haben», freut sich EDU-Präsident Daniel Frischknecht über die gute Zusammenarbeit mit den armenischen Christen in der Schweiz.

Nach wie vor können Bürgerinnen und Bürger aktiv sein, um den Christen in Berg-Karabach und vielen anderen Gebieten zu helfen:

  1. Unterstützen Sie vor Ort tätige Hilfsorganisationen: Finanziell, ideell und mit Naturalien (Hilfspakete, Kleidung, Schul- und Medizinaltechnik etc.)
  2. Wir wissen, dass Firmen Gewinne generieren, mit denen kriegerische Tätigkeiten rund um Berg-Karabach finanziell unterstützt werden. Deshalb sollte jeder Kunde für sich selber prüfen, ob er diese Machenschaften mit dem Kauf indirekt unterstützen will.
  3. Beten Sie für verfolgte Christinnen und Christen.

Die Petition im Wortlaut:
In ernsthafter Sorge um das Wohlergehen und den Fortbestand der christlichen Bevölkerung und Kultur in der Region Berg-Karabach, fordern wir den Bundesrat und das Eidgenössische Departement des Äussern (EDA) dringlich auf,

  • sich in Ausübung der bewährten humanitären Vermittler-Rolle der neutralen Schweiz für ein sofortiges Ende des bewaffneten Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan einzusetzen.
  • die sofortige humanitäre, leidmildernde Unterstützung der Zivilbevölkerung von Berg-Karabach sicherzustellen (medizinisch und materiell)
  • sicherzustellen, dass in der Schweiz tätige Unternehmen unter aserbaidschanischer Kontrolle (z.B. SOCAR) keine hierzulande erwirtschafteten Gewinne für den Krieg gegen die Zivilbevölkerung von Berg-Karabach verwenden können.

Administrativer Hinweis:
Die Unterschriftensammlung wurde über ein System angeboten, mit dem die Echtheit der von den Unterzeichnern hinterlegten Mailadressen zuerst bestätigt werden musste, bevor die Unterschrift auch gezählt wird. So können wir sicherstellen, dass alle erhaltenen Unterschriften auch realen Personen entsprechen.

Für weitere Auskünfte:

Daniel Frischknecht, Präsident EDU Schweiz, 078 839 25 83
Thomas Lamprecht, Vizepräsident EDU Schweiz, 079 286 85 45